Projektarbeit

Wir als Missionsprokur der Montfortaner Patres möchten mit unseren Projekten Hilfe zur Selbsthilfe geben. Unsere projektbezogene Arbeit soll einen Impuls bilden. Die Menschen in den geförderten Gebieten sollen eine Zukunftsperspektive spüren und dadurch zu einem fortwährenden eigenen Antrieb zur Entwicklung gefördert werden. Da die Förderprojekte immer durch Ordensmitglieder der Montfortaner Patres betreut werden, ist auch die erfolgreiche Verwendung der Spendengelder über Jahre hinweg prüfbar.

Wir stellen Ihnen hier neben den aktuellen Projekten auch einige aus den vergangenen knapp 40 Jahren vor:
 

2011
  Aktuelles Projekt:
Kongo – Aufklärungsprogramm zur Förderung von Epileptikern
Unsere Mitbrüder im Kongo bitten um Hilfe für ein Projekt zur Betreuung und Förderung von Menschen in ihrer Gemeinde, die unter Epilepsie leiden. Mit einem speziellen Aufklärungsprogramm wollen die Patres für die Integration der Kranken sorgen und ihnen Möglichkeiten für eine bessere Zukunft geben.
2010
Haiti – Hilfe zum Wiederaufbau nach Erdbeben
Die Situation in Haiti nach dem Erdbeben im Januar 2010 ist im Großen Ganzen noch immer beklagenswert. Die Aufräumarbeiten gehen schleppend voran und werden durch den Ausbruch der Cholera erschwert. Dennoch haben unsere haitianischen Mitbrüder gezeigt, dass es im Kleinen Hilfe gibt, die ankommt. Und es gibt weitere Ideen für überschaubare Hilfsprojekte.
2010 Indien – Tageseinrichtungen für Kinder in Hirekerur

Die ländlichen Gebiete Südindiens werden von der Regierung mehr denn je vernachlässigt. Wir betreuen Kinder von Landarbeitern und bereiten sie spielerisch auf die Schule vor. So können auch die Mütter arbeiten und so zum Familieneinkommen beitragen. Außerdem werden junge Frauen als Erzieherinnen beschäftigt, die damit eine Ausbildung bekommen.

2009 Malawi – Bau einer weiterführenden Schule im Bistum Zomba

Für viele Kinder und Jugendliche ist die Schulbildung nach der Grundschule beendet. Das liegt vor allem daran, dass es nur für 10% der Kinder einen Schulplatz gibt. Armut ist so für viele Kinder eine traurige Lebensperspektive. Die Missionsprokur möchte nun helfen, eine weiterführende Schule auszubauen.

2009 Haiti – Hilfe für eine Schule in Jean-Rabel

Eine Schule in Moustique-Gombo im Nordosten Haitis mit 250 Schülern in 8 Klassen ist bisher in einer Kapelle notdürftig untergebracht. Ein begonnener Schulneubau wurde 2008 durch die heftigen Tropenstürme stark beschädigt. Nun hilft die Missionsprokur, die Schule fertigzustellen.

2008 Brasilien – Ein Haus für Kinder und Jugendliche in Contagem

Im armen Vorstadtviertel von Contegem geraten Jugendliche oft zu Drogenhandel und Prostitution. Um ihnen eine gute Freizeit zu ermöglichen und die Jugendarbeit auszubauen, wird aber ein neues Jugendzentrum benötigt. Das Gelände konnte bereits gekauft werden.  

2008 Kenia und Südindien – Hilfe für grundlegende Bildung

Zwei Projekte liegen uns derzeit am Herzen: In Kenia unterstützen wir Schüler, die kurz vor dem Examen stehen, aber das Schulgeld nicht bezahlen können.
In Hirekerur in Südindien geht es um ein langfristiges Projekt, bei dem in Kindergärten ein Vorschulprogramm eingeführt wird, um die Kinder spielerisch auf die Grundschule vorzubereiten.   

2007 Kolumbien – Straßenkinder in Bogotá

Pater Motta Blanco setzt sich seit Jahren für die Straßenkinder in Bogotá ein. Mehr als 200 Kinder betreut er zusammen mit einem Team aus Sozialarbeitern und Lehrern. Das Geld zur Bezahlung der Mitarbeiter und die finanziellen Mittel für Spiele, Bücher und Musikinstrumente sind allerdings sehr knapp.   

2007 Haiti – eine Schule, Häuser und Trinkwasser für Jean Rabel

In Haiti, einem der ärmsten Länder der Erde, sind unsere Patres schon seit mehr als 100 Jahren aktiv. In Jean Rabel wohnen viele Menschen noch in Hütten ohne Wasserversorgung, die ihnen bei schlechter Witterung nur wenig Schutz bieten. Das Gebäude auf dem Foto ist die alte Schule für 250 (!) Schüler.   

2006 Papua Neuguinea – Aufbau einer Farm für junge Männer ohne Zukunftsaussichten

Aus dem Dschungel in die Stadt: Viele junge Männer wollen in der Stadt zur Schule gehen und dann arbeiten. Da die Familien aber das Schulgeld nicht bezahlen können, wird der Weg schnell zu einer lebenslangen Sackgasse.   

2006

Uganda – Hilfe für den Bau eines handwerklichen Ausbildungszentrums für körperlich behinderte Jugendliche

In Uganda entsteht derzeit ein Ausbildungszentrum, das meine Mitbrüder dort für behinderte Jugendliche gegründet haben. Besonders benachteiligt sind nämlich behinderte Kinder. Sie werden von der Gesellschaft vernachlässigt und oft von der eigenen Familie abgelehnt.  

2005 Malawi – Nothilfe Hungersnot (besonders für Waisenkinder)

6,5 Millionen Menschen waren in Malawi nach Ernteausfällen vom Hungertod bedroht. Mais ist die Hauptnahrungsquelle in Malawi. Auf Grund ihrer Erfahrungen mit der letzten Hungersnot vor drei Jahren haben die Mitbrüder schnell reagiert: noch bevor die Preise für Mais aufgrund der Hungersnot explodierten, legten sie Vorräte für die ärmsten Menschen an. Dies wurde zur Grundversorgung für 1500 Familien.   

2004 Haiti – Bildungsprojekt in Jean Rabel (Schulgeld für 100 Grundschüler)

Nach dem Tropensturm ist neben der Soforthilfe auch langfristige Hilfe nötig. In einem besonders armen Gebiet wurde folgende Initiative gegründet: Neben einer Ambulanz, einem Wiederaufforstungs-Programm und einem System zur Bereitstellung sauberen Trinkwassers entstand auch eine Schule für 100 Kinder im Grundschulalter. Die Kinder stammen aus extrem armen Familien oder sind Waisen. Der Schulbesuch kostet jährlich pro Kind 250,00 US-Dollar.   

2004 Haiti – Nothilfe Tropensturm "Jeanne"

In Gros Morne haben die Montfortaner 300 Personen aufgenommen, die durch die Verwüstungen obdachlos geworden sind. Die Patres berichten, dass die Straßen und Wege unpassierbar sind und es in Gonaïves kein Telefon und keine Elektrizität mehr gibt. Man denkt nur noch kurzfristig und ist vollauf beschäftigt mit den elementaren Bedürfnissen: Essen, sauberes Trinkwasser, Wäsche, Medikamente.... und natürlich mit der Suche nach Vermissten.   

2003 Papua Neuguinea – Hilfe für den Bau einer Zisterne in Tengkit & Hilfe für Kranke

Die Bewohner von Tengkit haben Bischof Gilles und seine Mitarbeiter gebeten, ihnen bei Beschaffung und Bau einer Zisternenanlage zu helfen. Bisher mußten die Frauen und Mädchen, um Trinkwasser zu holen, weite Strecken durch den Dschungel bewältigen und das oft mehrmals täglich.  

2002 Brasilien – Häuser für obdachlose Familien in João Monlevade

Die Menschen in João Monlevade verdienen größtenteils weniger als einen US-Dollar am Tag. Damit können sie gerade notdürftig in selbst zusammengeschusterten Hütten leben – ohne Wasser und Strom. Pater Luciano Andreol hat seit 1993 bereits 240 kleine Häuser für diese armen Menschen gebaut. Jetzt möchte er gerne weitere 20 Häuser bauen.   

2001 Kolumbien – Hilfe für den Aufbau des neuen Bistums von Puerto Gaitán

Anfang 2001 ist dort unser Mitbruder Alberto Rozo Gutierrez zum Bischof geweiht worden. Er war mehrere Jahre Provinzial der kolumbianischen Ordensprovinz der Montfortaner und kennt die Probleme im Land sowie in seinem neuen Bistum im Vichada-Gebiet.   

1997 Indien – Hilfe für Saura-Kinder

In Zentralindien lebt völlig isoliert das Bergvolk der Sauras. 200 Kinder erhalten durch die Montfortaner eine Schulbildung in einem Internat. Die Kosten für Unterbringung, Schule und Verpflegung sind aber nur teilweise gedeckt.  

1996 Papua Neuguinea – Medizinische Notversorgung für Daru Kiunga

Die Diözese Daru-Kiunga gründete eine Notfall-Stiftung: Diese bringt Patienten - vor allem Unfallopfer, TBC- und Leprakranke, aber auch Mütter vor schwierigen Geburten - mit Autos, Booten oder auch einem gecharterten Flugzeug zu den Krankenhäusern. Leider fehlen nun die Mittel, um diesen so wichtigen Dienst an den Menschen weiterzuführen.  
1994 Kolumbien – Familien im Vichada-Gebiet

Zwei Familiengruppen mit vielen Ideen und Begeisterung, doch ohne die Möglichkeit, diese umzusetzen. Durch einen Brunnen und Geräte für Handwerk von Männern und Frauen können diese Familien mit einer einmaligen Hilfe ein besseres Leben führen.   

1993 Haiti – 100 Esel für Haiti

Esel sind die Autos und LKWs des kleinen Mannes in Haiti. Außerdem brauchen sie kein Benzin und Diesel. Das ist besonders wichtig, da die Menschen in Haiti seit zwei Jahren unter dem Handelsboykott der UNO leiden. Esel sind für die Kleinbauern eine Lebensversicherung, ohne die sie nicht leben können.  

1989 Haiti – ein Handwerk für die Jugendlichen

"Handwerk hat goldenen Boden" - so ein deutsches Sprichwort. Auch in Haiti ist diese Weisheit gültig. Im ärmsten Land der westlichen Hemisphäre soll das Erlernen eines Handwerks für Jugendliche eine Zukunftsperspektive schaffen. So können die Jugendlichen in Zukunft sich und ihre Familien ernähren.   

1985 Kolumbien – Kühe für Indianerstämme

Kleine landwirtschaftliche Projekte haben in 15 Indianer-Siedlungen bereits aus schlimmer Not geholfen. In weiteren Dorfsiedlungen könnte ein kleiner Viehbestand den Anfang machen: ein Stier und sechs Kühe als Lebenschance für die Zukunft.   

1972 Borneo – gibt es noch Kopfjäger?

Kopfjäger gab es Jahrhunderte lang in Borneo. Die Entwicklungshelfer leisten hier wertvolle Arbeit, die ehemaligen Kopfjäger in die Gesellschaft zu integrieren. Diese Arbeit ist aber nicht in den Medien vermarktungsfähig, sodass die Helfer dort auf unsere Hilfe angewiesen sind.